Karl Kronenwett

Karl Kronenwett (1880 bis 1945)


geb. am 23. März 1880 in Langensteinbach bei Durlach/Baden als achtes Kind des Webers Johann Philipp Kronenwett und seiner Frau Magdalena geb. Höger

– kurz nach seiner Geburt stirbt die Mutter am 4. April 1880 im Alter von 32 Jahren – vermutlich sehr ärmliche Verhältnisse (Vater oft auswärts) – eines der Geschwister stirbt als Kleinkind, ein Bruder erhängt sich mit 21 Jahren, zwei Schwestern haben jeweils ein lediges Kind

– 5. September 1923: Kronenwett kommt erstmals nach Backnang (aus dem Landesgefängnis Hall)

– in den folgenden Jahren begibt er sich auf „Wanderschaft“ (Beruf unklar), taucht aber immer wieder in Backnang auf – sitzt 1925/26 ein halbes Jahr im Landesgefängnis Rottenburg (kleinere Delikte: Diebstahl, Trunkenheit)

– seit 3. Dezember 1931 dauerhaft in Backnang – in Arbeit bei Albert Kopp, Ungeheuerhof, Fritz Häuser und Karl Robitschek – wohnt zumeist im Stadtspital/Armenhaus in der Stuttgarter Straße – war offensichtlich Alkoholiker (nach Angaben von Werner
Robitschek hat er regelmäßig seinen Lohn versoffen)

– am 28. Mai 1944 kam er wieder ins Gefängnis

– 4. Juli 1944: KZ Dachau (Gefangenennummer 76390)

– 30. Januar 1945: Tod in Dachau (einer von über 40.000 Toten). KZ Dachau wurde am 29./30. April 1945 befreit.


letzte Adresse: Armenhaus (Stuttgarter Straße 46)
Gebäude steht nicht mehr!

Text u. Recherche: Dr Bernhard Trefz

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