Vortragsabend mit Dr. Martin Kalusche

Die Todestransporte aus der Anstalt Stetten 1940

Die Initiative Stolpersteine lädt am Freitag, 4. Mai, 20 Uhr zu einem Vortragsabend mit Diskussion ins Bürgerhaus, Fritz-Schweizer-Saal, ein. Unter dem Titel „Hinmachen wollen sie uns! Die Todestransporte aus der Anstalt Stetten 1940“ berichtet Dr. Martin Kalusche über das Schicksal von Menschen mit Behinderungen, die während der NS-Diktatur in diakonischen Einrichtungen wie Stetten untergebracht waren. Viele von ihnen wurden aus den Anstalten nach Grafeneck auf der Schwäbischen Alb deportiert und dort ermordet.

Kalusche berücksichtigt auch Lebensgeschichten von Opfern aus Backnang und stellt sich der Frage nach Widerstand und Schuld in der Inneren Mission während der NS-Zeit. Der Referent ist Autor der Aufsehen erregenden Dissertation „Das Schloss an der Grenze“ über die Geschichte der Diakonie Stetten im Dritten Reich (zweite Auflage 2011).

Der 52-jährige Theologe, Diplom-Sozialwirt (FH) und Heilpraktiker für Psychotherapie war von 1990 bis 1997 als Vorstandsassistent in Stetten tätig, danach über zwölf Jahre in der Geschäftsführung diakonischer Einrichtungen.

Heute arbeitet der Pastor im Ehrenamt in freier Praxis für Beratung, Psychotherapie (HPG) und Coaching in Hamburg.

Fotos: www.das-schloss-an-der-grenze.de

Vortrag "Hinmachen wollen sie uns"


 

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