Was sind Stolpersteine?

Stolpersteine sind eine besondere Form der Erinnerung und der Mahnung.

Sie gehen zurück auf eine Idee des Künstlers Gunter Demnig.

Ein vor dem letzten frei gewählten Wohnort eingelassener ca.10x 10cm Stein mit einer Messingplatte dient als Gedenktafel für ein Opfer des nationalsozialistischen Terrors. Der interessierte Mensch beugt sich zu dem Stein hinab und kann den Namen sowie die Begleitumstände seines Todes sehen. Das Opfer erhält seinen Namen zurück, das Gedenken hält auch im Alltag Einzug.

 

Interview mit dem Künstler: Gunter Demnig auf SWR1-Leute

Inzwischen liegen Stolpersteine in mehr als 500 Orten in Deutschland und in mehreren anderen europäischen Ländern. Für 120 Euro kann jeder eine Patenschaft für die Herstellung und die Verlegung eines Stolpersteines übernehmen.

Beispiel einer Stolpersteinverlegung
 
(Stolpersteine vor der Humboldt-Universität Berlin, Foto: Sarah Chambon, St. Léonard)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Film auf BKZ online
Stolpersteine in Backnang

Nach Ansicht der Initiative Stolpersteine Backnang war Backnang zur Zeit des Nationalsozialismus keine Insel im Meer des Verbrechens, sondern eine ganz normale kleine Stadt, in der eine Diktatur herrschte. Auch da hat man Menschen ihre Rechte und ihre Existenz genommen, auch von Backnang sind Menschen in die KZs gebracht worden, wo sie sich zu Tode arbeiten mussten oder umgebracht wurden.

Diesen Opfern aus Backnang will sich die Initiative widmen. Ihr Ziel ist es, nach dem Vorbild von anderen Städten die von dem Künstler Gunter Demnig gefertigten Stolpersteine in der Stadt zu verlegen und so auf das Schicksal dieser oft vergessenen Opfer aufmerksam zu machen. 


 

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